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EIB-Partner

EIB - Was ist das ?

Der Europäische Installationsbus EIB ist ein weltweit standardisiertes Installationssystem. Es dient der automatischen Steuerung der betriebstechnischen Funktionen in Wohn- und Zweckbauten. Der EIB erhöht die Sicherheit von Personen und Eigentum, sorgt für die effiziente Nutzung von Energie und steigert den Wohnkomfort. Darüber hinaus reduziert die Technik den Installationsaufwand erheblich: Sämtliche Gewerke lassen sich über den Bus integrieren, von der Beleuchtung bis zur Alarmanlage, von der Raumheizung bis zum Jalousiemanagement. Auch einzelne Hausgeräte wie Küchenherd, Waschmaschine oder Bügeleisen können per EIB gezielt geschaltet werden. Bei den Produkten hat der Verbraucher die freie Auswahl, denn über achtzig führende Hersteller bieten EIB-taugliche Geräte und Anlagen an.

 

EIB - Die Leistungen

Die Anwendung des EIB geht über das einfache Licht EIN/AUS weit hinaus. 

Die Bus-Technik trennt klar die Übertragung von Energie und Information. Bei Neubau oder Komplettsanierung wird daher zusätzlich zur normalen Stromleitung eine Steuerleitung gelegt. Wichtig ist, dass diese Leitung an allen möglichen "Einsatzorten" vorbei führt: Sie verbindet Sensoren (Befehlsgeber wie zum Beispiel Bewegungsmelder, Lichtmesser, Windmesser, Brandmelder, Schalter oder Thermostat) mit Aktoren (Befehlsempfänger, beispielsweise Licht, Heizung, Alarmleuchte oder Jalousie).

Durch die EIB-Technik ist es zum Beispiel möglich, eine Zeitschaltuhr mit Licht, Heizung oder Jalousie zu verknüpfen. Schaltbare Steckdosen sorgen dafür, dass man mit dem entsprechenden Gerät über das Telefon den Status ("an" oder "aus") angeschlossener Kaffeemaschinen, Waschmaschinen etc. kontrollieren und schalten kann. Ist die zusätzliche Steuerleitung erst einmal verlegt, können beliebig viele Geräte (Sensoren wie Aktoren) angeschlossen und per PC miteinander verknüpft werden. Änderungen sind dabei, ohne großen Installationsaufwand, jederzeit möglich.


EIB - Die Lösungen

Die Anzahl privater und öffentlicher Bauherren, die sich für den Einbau von EIB entscheiden, wächst jährlich um mehrere Tausend. Mit gutem Grund, denn das System steuert die Haustechnik zum Nutzen seiner Bewohner und erhöht Sicherheit, Komfort und Energieeinsparung. Alle haustechnischen Funktionen wie beispielsweise Beleuchtung, Heizungs- und Alarmanlage, Küchenherd und Jalousien lassen sich automatisch steuern. Das Wann und Wie bestimmt der Nutzer: So kann z.B. die Innenraumbeleuchtung in Abhängigkeit von Tageszeit, Außenhelligkeit oder der Anwesenheit von Personen geschaltet werden. Zur Nachrüstung von Wohnbauten beispielsweise beim Sanieren und Renovieren von Altbauten verschafft die Powerline-Technologie Zugang zu den Vorteilen des EIB. Alternative Übertragungswege sind Infrarot oder der EIB-Funk.

Ob im Commerzbank-Tower in Frankfurt, im Hotel Krasnopolsky in Amsterdam oder im sozialen Wohnungsbau in Duisburg, EIB dient weltweit der effizienten Bewirtschaftung von öffentlichen und kommerziellen Zweckbauten. So lassen sich die Nutzungskosten jeder Immobilie deutlich senken, denn zahlreiche Geräte und Anlagen können abhängig von Tageszeit und Anwesenheit gesteuert werden. Am Wohlbefinden des Menschen orientiert, steigert die EIB-Technik auch die Arbeitsproduktivität: Sie passt die Klimatisierung der Räume der Witterung an und stellt innerhalb des Gebäudes eine konstante, angenehme Atmosphäre her. Nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen lohnt sich der Einbau von EIB-Technik: Bei minimalem Materialaufwand senkt sie die Brandlast gegenüber einer herkömmlichen Installation deutlich.


EIB - Die Installation

Eine Elektroinstallation auf Basis des EIB bietet folgende Vorteile:

  • Einbau einer zeitgemäßen und zukunftssicheren elektrischen Systemtechnik
  • vereinfachte Planung und kürzere Montagezeiten
  • Reduzierung der Elektro-Leitungsmengen
  • schnelles und einfaches Nachrüsten zusätzlicher Funktionen
  • gewerkeübergreifender Einsatz der Produkte verschiedener Hersteller
  • Senkung des Energiebedarfs durch Energiemanagement
  • herstellerübergreifende Technologie durch Zertifizierung der Herstellerorganisation EIBA  


EIB - Zukunftsweisend

EIB-taugliche Geräte gibt es heute von über 80 Herstellern. Dass sie alle mit der Software-Plattform des EIB funktionieren, überwacht eine europäische Einrichtung mit Sitz in Brüssel, die "EIBA" (EIB Association). Sie kontrolliert auch jede neue Entwicklung auf diesem Gebiet und garantiert außerdem die Ausbildung der bisher ca. 6000 EIB-spezialisierten Elektrobetriebe. Der EIB ist damit unabhängig von einem speziellen Hersteller.


EIB - Die Technik

Der Installationsbus EIB ist eine spezielle Installationsleitung, die diejenigen Geräte in Gebäudeinstallationen, die miteinander Informationen austauschen müssen, untereinander verbindet. Mit dem Begriff "Installationsbus EIB" bzw. "EIB", wird häufig die gesamte Gebäudesystemtechnik bezeichnet.

Das Übertragungsmedium gibt an, ob die Datenübertragung z.B. über

  • ein Paar verdrillter Kupferleitungen (TP = Twisted Pair),
  • oder, der Netzspannung überlagert, über das 230/400-V-Netz (PL = Power Line) erfolgt.

Beim Installationsbus EIB erfolgt die Datenübertragung über ein verdrilltes Adernpaar (Twisted Pair) einer geschirmten Leitung. Über dieses Adernpaar erfolgt auch die Spannungsversorgung der angeschlossenen Elektronik mit einer Sicherheits-Kleinspannung (SELV) von 24 V DC.

Die EIB-Busleitung YCYM 2x2x0,8 ist besonders für die Verlegung zusammen mit Netzleitungen für 230/400 V ausgelegt. Durch eine verstärkte Isolation des Mantels (Prüfspannung 2,5 kV für 5 Minuten, entspricht 4 kV für 1 Minute) gewährleistet sie allein in allen Installationssituationen "sichere Trennung" des Busses vom 230/400-V-Netz. Dies ist mit normalen Installationsleitungen JY (St) Y 2x2x0,8 nicht immer gewährleistet. Durch ihre grüne Farbe und den Aufdruck "EIB" ist sie von den grauen Installationsleitungen gut zu unterscheiden. Von den beiden Adernpaaren der EIB-Busleitung wird nur das rot-schwarze Adernpaar genutzt. Beim Installationsbus EIB erfolgt die Übertragung der Daten mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 9.600 bit/s.  

Die Bus-Geräte unterteilen sich in folgende Gerätearten:

  • Systemgeräte
  • Systemgeräte sind im wesentlichen Reiheneinbaugeräte, wie z.B. die Busspannungsversorgung, Linien- und Bereichskopp­ler, RS 232-Schnittstellenumsetzer zum Anschluss eines PC zur Parametrierung und Inbetriebnahme von Bus-Teilnehmern.
  • Sensoren
    Sensoren erfassen z.B. Binärinformationen (Meldungen) und Analoginformationen (Messwerte) und senden diese als Datentelegramme über den Installationsbus. Neben Fühlern für Temperatur, Helligkeit, Bewegung u.a.m. gehören auch Schalter und Taster zur Gruppe der Sensoren.
  • Aktoren
    Aktoren empfangen Datentelegramme und setzen diese in anwendungsbezogene Aktionen, wie z.B. in Schalt- oder Dimmbefehle für Leuchten, Steuerbefehle für Rollläden, Jalousien und Markisen oder Stellbefehle für die Heizkörperventile um.
  • Kontroller
    Kontroller bearbeiten komplexe Steuer- und Regelfunktionen, wie z.B. Zeit- und Ereignissteuerungen, Szenensteuerungen, Helligkeitssteuerungen, logische Verknüpfungen.
  • Anzeige- und Bediengeräte
    Zu den Anzeige- und Bediengeräten gehören z.B. LCD-Displays, Bedien- und Meldetableaus, TouchScreens und PC's mit Visualisierungs-Software.

Busgeräte bestehen aus dem Busankoppler (BA) und dem Anwendungsmodul (AM). Beide Geräteteile sind über einen 10- bzw. 12-poligen Steckverbinder, die Anwender-Schnittstelle (AST) miteinander verbunden. Der Busankoppler sendet und empfängt Telegramme über den Installationsbus. Jeder Busankoppler enthält einen Mikroprozessor zur Speicherung und Bearbeitung des Anwendungsprogramms. Das Anwendungsmodul und das Anwendungsprogramm bestimmen die Funktion des Busgerätes.

Busgeräte werden in verschiedenen Bauformen angeboten:

  • Unterputzmontage
  • Der UP-Busankoppler mit Tragring wird in eine Unterputzdose eingebaut.
  • Reiheneinbaugeräte
    Um Reiheneinbaugeräte nicht einzeln an die Busleitung anklemmen zu müssen, wird in die Hutprofilschiene eine Datenschiene eingeklebt, die die Busleitung als gedruckte Leiterbahnen enthält. Beim Aufschnappen eines Reiheneinbaugerätes wird über das Druckkontaktsystem an der Geräteunterseite die Busleitung automatisch kontaktiert. Datenschienenverbinder ermöglichen den Anschluss einer Busleitung an die Datenschiene und die Verbindung von Datenschienen untereinander. Außer Geräten mit Druckkontaktsystem gibt es auch Reiheneinbaugeräte mit Anschlüssen zum direkten Anklemmen einer Busleitung. Typische Reiheneinbaugeräte sind z.B. Busspannungsversorgungen, Bereichs- und Linienkoppler, Zeitschaltuhren, Aktoren mit Relaisausgängen zum Schalten von 230 V AC.
  • Aufputz- und Einbaugeräte
    Schalt-/Dimmaktoren werden als Einbaugeräte häufig direkt in die Leuchten eingebaut. Die Installation von Aktoren nahe an Verbrauchsmitteln ermöglicht ein Weiterschleifen der Bus- und Energieleitung. Installationsaufwand und Brandlast können auf diese Weise auf ein Minimum reduziert werden.

Elektroinstallation mit Installationsbus EIB, Quelle: HEA