Industrie»
Photovoltaik»
LWL-Technik»
EIB»
SAT-Technik»
   

SAT-Technik - Satellitenempfangsanlagen

SAT - Was ist das ?
Mit Satellitenempfang ist das Empfangen von Programmen mittels Offsetantennen oder mittels Parabolantennen gemeint. Diese "Antennen" werden auf Satelliten, die sich in einer Höhe von 36.000km in einer Erdumlaufbahn befinden, ausgerichtet. Die Satelliten drehen sich mit der selben Geschwindigkeit um den Erdmittelpunkt wie die Erde selbst. Man könnte auch sagen, dass die relative Position der Satelliten zur Erde während der Lebenszeit gleich bleibt (geostationär). Es wäre ja wenig hilfreich, wenn es erforderlich wäre, jeden Tag aufs neue Ihre Parabol- bzw. Offsetantennen auszurichten.

Ein Satellit wiegt ungefähr drei Tonnen und funktioniert wie ein riesiger Verstärker am Himmel. Die Sender übertragen ihre Programmsignale entweder über ihre eigenen Bodenstationen oder über diejenige von der SES in Betzdorf/Luxemburg zum Satelliten. Diese Signale werden von den Satelliten umgewandelt und verstärkt und anschließend zur Erde zurückgesendet. Mit einer minimal abgestrahlten Leistung von 51 dBW sorgen z.B. die ASTRA Satelliten für einen einwandfreien Empfang der zahlreichen Fernseh- und Radiosender in der gesamten Ausleuchtzone. Sowohl die Solargeneratoren als auch die Batterien (während der Eklipsezeiten) sind so ausgelegt, dass der ganzen Nutzlast das ganze Jahr über genügend Leistung zur Verfügung steht.


SAT - Die Technik

An der "Schüssel", wie sie auch umgangssprachlich genannt wird, ist der LNB oder auch LNC, oder einfach Konverter genannt, befestigt. (Das ist das eigentliche Empfangsteil und es wird zentral über der Schüssel befestigt). Dieses Gerät hat entweder 1, 2 oder 4 Ausgänge. Man kann auch 2 LNBs nebeneinander anordnen <nobr>(Twin-Receiver)</nobr>. Je nach dem, wie viele Ausgänge der LNB hat und wie viele LNBs angebracht sind, werden die Ausgänge zuerst an einen Verteiler (auch Multischalter oder Koaxialrelais genannt) geführt. Danach wird dann endlich der so gennante Empfänger (Receiver) angeschlossen. Also das elektronische Gerät in der Nähe Ihres TV-Apparates, an jenem auch die Programme (einmal) eingestellt und ausgewählt werden.

Das Ganze ist auch nicht viel anders als bei Ihrer "normalen" Antenne für die ersten 3 oder 4 Programme. Dort gibt es auch einen Konverter (das sind die Stäbe) und das Signal muss auch über einen Verstärker bzw. Verteiler laufen, bevor es zu Ihrem Empfänger (Radio oder Fernseher) gelangt. Beim SAT-Direkt-Empfang müssten Sie aber für jeden Receiver ein Kabel (bzw. wenn es ein Doppel-Receiver ist, zwei Kabel) verlegen! Bei der "normalen" Hausantenne können Sie dagegen alle Empfänger (Fernseher, Radio) hingegen parallel (nebeneinander) anschließen.

Die Deutsche Telekom AG benutzt für ihre Telekommunikationsleitungen ebenfalls Satelliten-Direktempfang. Bei der Telekom- Empfangsstation in Ihrer Stadt sehen Sie ein paar Schüsseln, an denen LNBs angebracht sind. Die Signale laufen dann über Verteiler bzw. Multischalter an kompakte Receiver. Jedes Programm hat einen eigenen Receiver. Zwischen den Receivern, die Sie im Handel erwerben können und den "Telekom-Receivern" bestehen kaum Unterschiede (technisch gesehen). Die Telekom-Receiver verstärken das Signal nur so stark, dass es nicht nur für 1-2 Fernseher und 1-2 Videorecorder reicht, sondern für einige hundert bis Tausende.

Wenn Sie einen Kabelanschluss haben sollten, empfangen Sie dann auch diese Satelliten-Programme, nur eben nicht direkt, d. h. Sie haben keinen Einfluss auf die empfangbaren Programme. (Und Sie haben beim Kabelanschluss auch nicht so viele Programme!) 

 

Sat - Satellitenempfang oder Kabelanschluß ?

Unumstrittener Vorteil des Kabelanschlusses ist die Erweiterbarkeit. Wenn ein weiterer Teilnehmer alle Programme sehen möchte, braucht nur noch der Stecker eines Fernsehers oder Videorecorders mehr in die Antennendose gesteckt zu werden.

Dafür hat das "Kabel" viele Nachteile: Der Empfang von Programmen mittels Satellitenanlagen hat den unumstößlichen Vorteil sehr kostengünstig zu sein.
In eine Satellitenanlage investiert man ein Mal und hat bis zu 10 Jahre etwas davon. In der selben Zeit hätte man bei der Telekom (27 DM x 12 Monate x 10 Jahre = ) 3240 DM (ohne Anschlussgebühren und Verstärker) bezahlt. Dafür bekommt man schon einige (nicht nur eine) gute Satellitenanlagen. (Der genannte Preis für den Kabelanschluss gilt nur für 1 Partei, d.h., wenn Sie mit Ihren Untermietern zusammen einen Kabelanschluss haben, müssten Sie für 2 Parteien bezahlen!)

Als weiterer Punkt ist da die Programmvielfalt zu nennen. Der Kabelanschluss kann nicht die Anzahl an Programmen bieten, die alleine schon z.B. über die ASTRA- Satelliten empfangbar sind (das liegt an der geringen Frequenzbreite, also dem geringen Platz für Programme). Mit Hilfe einer Multifeedanlage, mit der Programme von zwei oder mehr Satelliten empfangen werden können, empfängt man schon wesentlich mehr Fernsehprogramme, als in das Kabelnetz bei derzeitiger Auslegung jemals eingespeist werden können. Ganz zu schweigen von den frei empfangbaren Radioprogrammen in Stereo oder sogar CD-Qualität. Weiterhin zu erwähnen sei, das nicht alle Fernseher bzw. Videorecorder alle Programme empfangen können , die über das Kabelnetz übertragen werden. Dies können nur sogenannte „hyperbandtaugliche“ Geräte, die heute auch noch teurer sind als die „normalen“. Die Notwendigkeit des „Hyperbandes“ erklärt sich mit der geringen Frequenzbreite des Kabelnetzes. Wie man sieht, spricht nahezu alles für den Empfang von Programmen mittels einer preiswerten Satellitenanlage.

Einige Erläuterung zum Satellitenempfang: Video und Sat?

Pro aktives Fernsehgerät benötigt man für den Empfang der Satellitenprogramme (RTL, Pro7,ARD, ZDF, WDR, usw...) einen Satellitenreceiver analog oder digital.
Programmaufzeichnungen mit einem Videorecorder sind mit einem Standard-Receiver nur bedingt möglich. D.h.: Am TV-Gerät sehen Sie sich z.B. Pro7 an. Mit dem Videorecorder lassen sich dann nur Pro7 oder eines der terrestrischen Programme (z.B.: ZDF) aufzeichnen. (Terrestrisch = mit normaler Antenne)
Für die gleichzeitige Aufzeichnung eines anderen Sat-TV-Programms, ist es notwendig, dass man über einen Twin-Receiver verfügt (Receiver mit zwei getrennten Empfangseinheiten: LNB). Die Antennenanlage ist voll digitaltauglich, mit dem entsprechenden Receiver (digital) ist es möglich Premiere, DF1 und alle digitalen Radioprogramme über Satellit zu empfangen

Radioempfang mit einer Fernsehsatellitenanlage?

Aber natürlich: Radioprogramme (analog) können über Satelliten empfangen werden. Dazu muss der TV-Sat-Receiver mit der Stereoanlage verbunden sein. Das Ergebnis ist eine Radiovielfalt, welche Sie überraschen wird. Für die digitalen Radioprogramme benötigt man mind. einen sogenannten ADR-Receiver. Sprechen Sie uns darauf an, wenn Sie das interessiert.